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Jüdische Klänge aus Leipziger Partnerstadt Thessaloniki im Ariowitsch- Haus

 

 

Sephardische Melodien erklangen am 25. Oktober ab 19 Uhr im Saal des Zentrums der Jüdischen Kultur und Begegnung vor einem begeisterten Publikum.

In der Synagoge Konzert im Ariowitsch-Haus
Der Chor der Jüdischen Gemeinde Thessa-loniki gastierte unter der künstlerischen Leitung von Kostis Papazoglou. Das grie. chische Thessaloniki ist eine der 14 Partner- städte Leipzigs.

Der Verein Synagoge und Begegnungs- zentrum initiiert seit mehreren Jahren die Vernetzung der Jüdischen Gemeinden und Gemeindezentren in den Partnerstädten Leipzigs. Wir möchten damit - auch und insbesondere in der heutigen gesellschaftlichen Situation - eine Botschaft für Toleranz, kulturelle und religiöse Vielfalt und Offenheit sowie Solidarität verbreiten.

Je mehr wir voneinander wissen, uns begegnen, je weniger werden wir unsägliche Vorurteile bedienen.

Konzert Konzert
Das Konzert war Teil eines mehrtägigen Besuches in Leipzig und auch in Dresden, der durch die Unterstützung vielfältiger Partner möglich wurde.

Daher gilt unserer besonderer Dank, der Stadt Leipzig, dem Kulturamt, dem Referat Internationale Zusammenarbeit und der KSW GmbH.€

Video vom Konzert

Das Konzert stellte den Verlauf der traditionellen Musik der sephardischen Juden Thessalonikis im Wandel der Zeit dar. Als die spanischen Juden im 15. Jahrhundert aus ihrem Land vertrieben wurden, war die Musik das Einzige, was sie aus ihrer Heimat mitnehmen konnten. Diese Musik half ihnen, ihre Erinnerung in der neuen Heimat Thessaloniki aufrechtzuerhalten. Die sephardische Musik entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte und wurde von verschiedenen musikalischen Tendenzen beeinflusst. Mit dem Holocaust nahm dieser Prozess ein abruptes Ende. Der größte Teil der jüdischen Bevölkerung Thessalonikis, die diese Musiktradition aufrechterhielt, wurde vertrieben oder ermordet. Die sehr wenigen Juden, die überlebten und nach Thessaloniki zurückkehrten, lebten lange mit dem Gedanken an diese musikalische Tradition weiter.

Beim Empfang im Neuem Rathaus

Ein Gedanke, der schlussendlich 1995 dazu führte, in der jüdischen Gemeinde Thessalonikis einen eigenen Chor zu gründen, der das Erbe der spanischen Juden des 15. Jahrhunderts bewahren sollte. Zu seinem Repertoire zählen neben den sephardischen Liedern auch griechische und hebräische Stücke.

Auch heute werde viele der Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, neben ein wenig Gepäck, ihre Traditionen und ihre Lieder mitbringen. Geben wir ihnen die Chance, diese auch zu bewahren.

Besuch des Bachmuseums Besuch des Bachmuseums
Das Konzert war ein Teil des 5-tägigen Aufenthaltes in Sachsen. Viel mehr geprägt waren diese Tage aber von vielfältigen Begegnungen - mit der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig - mit dem dortigen Chor; mit dem gemeinsamen Singen in der Synagoge - auf Jiddisch oder Hebräisch; mit der Teilnahme an der Probe des Leipziger Synagogal-Chores.


Der Chor singt den Psalm Adonai in der Thomaskirche

Oder der bewegende Moment in der Thomaskirche zu Füßen des Grabes von Johann- Sebastian Bach als der Chor mit großer Motivation das Lied "Adonai" sang. Dazu muss man wissen, dass einige der Chormitglieder nahe Angehörige im KZ Auschwitz verloren haben und zum ersten Mal Deutschland besuchten!

Das geht unter die Haut und macht deutlich, wie wichtig auch heute noch Botschaften von Versöhnung und Toleranz vonnöten sind.

Beginn des gemeinsamen Abendessens im Ratskeller

Eine solche Botschaft hat das Programm für die Mitglieder und Angehörigen des Chores definitiv gegeben - mit dem Besuch des Mendelssohn-Hauses, dem Bach-Museum, dem Leipziger Zoo, dem Sächsischen Landtag, mit dem Empfang im Ratsplenarsaal durch das Referat Internationale Zusammenarbeit; mit vielfältigen persönlichen Begegnungen mit den in Leipzig lebenden Menschen griechischer Herkunft, mit Mitgliedern unseres Vereines, mit der fürsorglichen Versorgung mit koscherem Essen und Trinken und Gesprächen mit Menschen, die im Ariowitsch-Haus aktiv zum friedlichen Zusammenleben in unserer Stadt Leipzig beitragen.

Ihnen allen sei ein ganz besonderer Dank gewidmet!

Gisela Kallenbach

Vorsitzende
Verein Synagoge und Begegnungszentrum